Die Geschichte

Erwähnung verdient auch, daß sich in diesem Jahr (1901) der schon seit 3 Jahren bestehendePosaunenchor sich zu einem Männer & Jünglingsverein erweiterte. Es meldeten sich 25 Mitglieder dazu an, die sich allwöchentlich einmal zur Bibelbesprechung versammeln. Es bleibt abzuwarten, wie diese Neuerung sich bewähren wird.
Mit diesem Auszug aus der Kirchenchronik von Pfr. Hief wurde die Gründung des Männer und Jünglingsvereins zu Frohnhausen festgehalten.

1901 - 1932

Nach der Gründung im Jahre 1901 kam es ein Jahr später zu einem Mitgliederrückgang auf 12 Personen. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges und den damit verbundenen Einberufungen kam die Vereinsarbeit (Posaunenchor und Bibelstunde) gänzlich zum erliegen. Im Jahre 1916 wurde als erstes wieder mit der Bibelstunde begonnen. Mit der Wahl eines Vorstandes im Jahre 1919 stabilisierte sich das Vereinsleben wieder. In den folgenden Jahren wurden ein Männerchor, der Gemischte Chor und sogar ein Streichorchester gegründet. Auch bildete sich eine Turnergruppe die mangels Möglichkeiten ihre Sportstunden in Dillenburg im Vereinshaus am Auweg abhalten musste. Der Wunsch nach einer eigenen Turnhalle wurde immer stärker und bald gab es die Möglichkeit einen alten LKW-Schuppen in Manderbach zu kaufen. Die Summe von 200 RM wurde durch Spenden, Verlosungen und Sammlungen erbracht. Jetzt fehlte nur noch ein Standort in Frohnhausen. Und er wurde gefunden: Dort wo auch heute noch das CVJM-Haus steht wurde, auf Basis des Autoschuppens, 1928 das "Eichenkreuzheim" gebaut. Auch damals erfolgte die Finanzierung durch Spenden, Sammlungen und natürlich durch die besonderen Leistungen der Mitglieder. Endlich hatte der CVJM ein eigenes Vereinsheim. Zwar fehlte jeglicher Komfort, der Boden bestand aus Torf - Sitzgelegenheiten wurden aus Böcken mit Bohlen erstellt, aber die Weihnachtsfeier 1932 wurde von 280 Personen gefeiert.

1933 - 1945

Die folgenden Jahre wurden sehr hart für die Vereinsarbeit. Schon Ende 1933 wurde die Jugendarbeit verboten. Viele Mitglieder des Vereins gingen in staatlichen Organisationen auf. Einzig die Bibelstunde, die sehr schlecht besucht wurde, und die Chöre wurden noch weitergeführt. 1936 wurde trotz widriger Umstände das 50-jährige Jubiläum des Posaunenchores gefeiert. Festprediger der Feier war der damalige Bundeswart und Jugendpfarrer Johannes Busch. In den nachfolgenden Jahren wurden viele Männer zum Kriegsdienst gerufen. Am 15.1.1939 hatte der Verein seine letzte Jahreshauptversammlung vor dem Krieg. Während der Kriegsjahre ruhte die Vereinsarbeit völlig, bis 1945 nach Kriegsende sich genug zusammenfanden um die drei Chöre wiederzubeleben. Unter der Leitung von Otto Immel und Emil Hees begann man wieder mit der Arbeit.

1946 - 1949

Viele Mitglieder waren zu dieser Zeit noch in Gefangenschaft, viele gefallen. Auch waren einige durch die politischen Verhältnisse andere Wege gegangen. Am 6.1.1946 fand die erste Jahreshauptversammlung nach dem Krieg statt. Zugleich war das Jahr 1946 ein Jubiläumsjahr: 60 Jahre Posaunenchor und 45 Jahre CVJM. Da durch die Kriegsereignisse der CVJM nicht mehr Eigentümer des Eichenkreuzheimes war, das Haus wurde 8 Tage vor Ausbruch des 2. Weltkrieges unter Zwang an die Gemeinde verkauft, mussten die Jubiläumsfeierlichkeiten in der Kirche und im Gemeindehaus der christlichen Gemeinschaft abgehalten werden. Im August 1948 wurde der CVJM wieder Eigentümer des Eichenkreuzheimes. Nach Verhandlungen des Vorstandes mit der Gemeinde wurde das Haus endlich zurückgekauft. Jetzt folgten die Jahre des Aufbaus, nicht nur in Deutschland sondern auch im CVJM. Neben den Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten am Haus selbst wurden auch die Gruppenarbeiten erweitert. 1949 wurde mit der Jungschararbeit begonnen in der sich bald 30 - 40 Jungen trafen. Choreinsätze bei Gottesdiensten, Missions- und Kreisfesten zeichneten die Arbeit des Vereins aus.

1949 -

In den folgenden Jahren konnte die Vereinsarbeit immer weiter durch neue Gruppen und Chöre ausgebaut werden . 1972 wurde die erste Weihnachtsbaum und Waffelaktion durchgeführt. Diese Aktion gehört seit diesem Zeitpunkt zum festen Veranstaltungspunkt des CVJM.
An gemeinschaftlichen Unternehmungen wurde fast jedes Jahr ein Vereinsausflug durchgeführt. Im Jahre 1977 war die Premiere der ersten Familienfreizeit . Sie fand so großen Zuspruch, dass man seitdem alle zwei Jahre eine Familienfreizeit durchführt.
1987 wurde im Rahmen des CVJM-Weltdienstes eine Partnerschaft mit dem YMCA Anfoeta Tsebi / Ghana eingegangen. Der YMCA in Ghana wird seitdem finanziell wie materiell durch den Verein unterstützt. Es konnten viele Projekte (Kindertagesstätte, Kindergarten, Schule, Wasserversorgung), sehr zum Segen der Gemeinde in Ghana, durchgeführt werden . Intensive Betreuung und Unterstützung erfolgt durch den Weltdienst-Arbeitskreis des CVJM .